Adam Smith als Moralphilosoph by Christel Fricke, Hans-Peter Schütt

By Christel Fricke, Hans-Peter Schütt

For numerous years now, Adam Smith's idea of ethical Sentiments (1759) has been attracting expanding cognizance. Smith is worried not just with the query of rational grounds for ethical motion, but additionally and exceptionally with ethical emotions and a corresponding ethical schooling. hence his concept bargains a promising substitute to the theories of David Hume and Immanuel Kant, that have usually been pointed out in earlier debates. operating from the ethical philosophy of Adam Smith, who's identified largely as a political economist, it's attainable to improve a many-facetted contribution to present-day debates (liberalism, enterprise ethics). This quantity, with papers via well known ethical philosophers and Adam Smith students, files a few of the views from which Adam Smith's ethical philosophy is of specific curiosity this day.

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Genauso wenig darf man die schon seit langem bestehenden moralischen Regeln der eigenen Gesellschaft einfach ignorieren, weil das erhebliche Kosten für einen selbst zur Folge hätte und die Kohärenz des Moralsystems zerstören könnte. IV. Ich möchte nun einen Einwand gegen Smiths Objektivität des „Mittelwegs“ geltend machen, der dem Einwand ähnelt, den Joseph Schumpeter seinerzeit gegen Smiths so genannte Arbeitswerttheorie vorgebracht hat. 7: 51; dt. ; vgl. 17: 54; dt. ). Dieser Ansatz mag plausibel erscheinen, aber nur auf den ersten Blick.

Diesen Standpunkt analysiert Smith als Standpunkt eines „unparteiischen Zuschauers“ (impartial spectator). 7 Wir sympathisieren mit Betroffenen in ihren affektiven Reaktionen nur dann, wenn uns von diesem unparteiischen Standpunkt aus ihre Empfindungen der Freude oder des Kummers, der Dankbarkeit oder des Übelnehmens angemessen erscheinen. Und nur im Fall unparteiischer Sympathie billigen wir ihr weiteres Verhalten, ihr in diesen Empfindungen gründendes Wollen und Handeln. Als Keim zur Ausbildung einer moralischen Persönlichkeit und moralischer Normen kann die Sympathiedisposition nur fungieren, weil sie an die Angemessenheit von Empfindungen und die Unparteilichkeit der Beurteilung dieser Angemessenheit gebunden ist.

B. mit jemandem ein Treffen verabredet habe und dieser die Verabredung kurzfristig absagt oder gar ohne Absage nicht einhält, dann ärgert mich das mehr oder weniger, je nachdem, wie sehr mir an dem Zustandekommen des Treffens gelegen war und wieviel Mühe es mich gekostet hat, dieses Treffen selbst zu ermöglichen. Wenn mich eine Freundin versetzt, die ich auf dem Rückweg von der Arbeit in einem Café zu einem vergnüglichen Gespräch treffen wollte, dann nehme ich ihr das nicht weiter übel. Wenn ich mir aber extra ein paar Tage frei nehme und eine Reise unternehme, um an einem entfernten Ort jemanden zu einem Gespräch zu treffen, das aus irgendeinem Grund für mich besonders wichtig ist und das diese Person mir zugesagt hat, dann werde ich mich sehr ärgern, sollte diese Person die Verabredung nicht einhalten.

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