Byzanz, 565-1453 by Peter Schreiner

By Peter Schreiner

Das Byzantinische Reich hat in seiner knapp tausendjährigen Geschichte die Entwicklung Europas wesentlich bestimmt und bis heute tiefgreifende kulturelle Spuren hinterlassen. Peter Schreiner betont die Rolle Byzanz’ als Vermittler und Bewahrer antiker und christlicher Traditionen des Ostens und die Fähigkeit dieses Staates, sich immer wieder dem Wandel zu stellen und neuen Gegebenheiten anzupassen. Wer die Grundzüge der Geschichte des Byzantinischen Reiches kennt, kann die bis heute andauernden Spannungen zwischen östlichem und westlichem Denken besser verstehen.

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Jh. in der Folge der Verwaltungsveränderungen ein eigenes „Thema“, also eine selbständige, vom Exarchen unabhängige Einheit darstellte. Trotz aller Anstrengungen reichten die Kräfte des Exarchats alleine nicht aus, um der Langobarden Herr zu werden. Da der Landweg zum Truppentransport aus dem Reich durch die Niederlassung der Slawen auf dem Balkan abgeschnitten und die Flotte zum Schutz der Ägäis vor den Arabern eingesetzt war, blieb Italien weitgehend auf sich gestellt. In dieser Situation vertrat neben dem Exarchen zunehmend der Bischof von Rom die Interessen der nichtlangobardischen Bevölkerung.

Doch gänzlich gebrochen war die Kraft der Ostgoten noch nicht. Sie erkoren den Feldherrn Teja zu ihrem König, gegen den 553 in der Schlacht am Vesuv das oströmische Heer ein letztes Mal antrat und das Schicksal des Volkes nun endgültig besiegelte. Justinian konnte sich jetzt dem westgotischen Spanien zuwenden. Ein Flottenunternehmen brachte im Jahr 554 große Teile der spanischen Mittelmeerküste (doch fast ohne Hinterland) unter byzantinische Oberhoheit und sicherte die Kontrolle über die Durchfahrt in den Atlantischen Ozean, bedeutsam wegen der Verbindung mit dem wirtschaftlich wichtigen Britannien.

Justinian erstrebte die Einheit aller Mittelmeerländer Justin I. Justinian Nika-Aufstand Vandalenkrieg Ostgotenkrieg in Italien Perser Westgotenkrieg in Spanien 14 I. Darstellung Ausbau Konstantinopels Handel Gesetzgebung Relig. Streitigkeiten Persönlichkeit Justinians Gesamtwertung wenigstens an ihren Küstenzonen unter seiner Herrschaft und hat dieses Ziel auch erreicht. Das Mittelmeer wurde zu einer Binnensee des Reiches, zur „See der Romäer“, wie es in arabischen Quellen heißt. Die in einer Gesetzesnovelle (30, 11, 2 aus dem Jahr 536) geforderte „Rückgewinnung der durch die Nachlässigkeit seiner kaiserlichen Vorgänger verlorener Provinzen bis zu den Grenzen der beiden Weltmeere“ beruhte auf rhetorischer Ideologie und konnte von einem kühlen Politiker, wie Justinian es war, niemals für realisierbar gehalten werden.

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